Netzwerk Bilk

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Boulen - das Spiel im Netzwerk Bilk 
(auch Pétanque genannt)
Die Netzwerkerinnen und Netzwerker Bilk haben eine Gruppe für das Spiel mit den Boules (Kugeln)
gebildet hat. Kennen Sie das Spiel? Boulen haben Sie bestimmt schon im Vorübergehen gesehen,
wenn in Parks, auf sandigen, harten Böden glänzende kleine handliche Stahlkugeln elegant und ziel-
gerichtet geworfen wurden. Stets war ein Flair von Heiterkeit um die Spielerinnen und Spieler, die
sich darüber freuten, dass ihre Kugel ganz nah an das zuvor geworfene kleinstes Kügelchen heran
kam und die jeweiigen Mannschaften ihre Spielerinnen und Spieler anfeuerten. Sie haben vielleicht
auch Bilder von Franzosen im Kopf, die bei Wein, Käse und Baguette im Kreis von Jung und 
(überwiegend) Älteren dieses beschauliche aber sportliche Spiel spielten und dabei viel geredet und
gelacht hatten. Hatte nicht ein bekannter Politiker dieses Spiel auch noch im hohen Alter gespielt ...?

Mit ähnlichen Erwartungen trafen sich Frauen und Männer, die
sich vom Netzwerkfrühstück her kennen. Es war eine freudig
gespannte Stimmung am sonnigen Nachmittag Ende April
2003 an der Rheinuferpromenade. Die meisten hatten selbst
noch nie das einfach aussehende Spiel gespielt. Mit einer
Spielanleitung in die Hand wurde erst einmal das Werfen geübt. 
Beinahe wäre das erste Mal gescheitert, weil eigentlich jeder seine eigenen Boules haben müsste.
Aber die vorhandenen Kugeln wurden einfach verteilt und ohne die weiteren Spielregeln zu beachten
wurde geworfen. Das „Schweinchen“ sollte getroffen werden – die winzigste aller Boules. Und dann
wurde geworfen. Der Erfolg stellte sich schnell ein, mal mehr mal weniger. Die Kugeln hüpften manch-
mal über ein Steinchen und änderten dann total die Richtung. Aber gerade das machte den Reiz aus.
Denn es geht Anfängern nicht unbedingt um Können, sondern um den Spaß. Und der stellte sich ein.
Plötzlich wurde auch Rotwein angeboten und eine Spur von Leichtigkeit und Geselligkeit wie in Frank-
reich stellte sich ein. 
Boulen muss nicht am Rhein gespielt werden – es kann auch in 
einem nahen Park sein. Es muss nicht am Nachmittag sein – es
könnte auch wunderbar nach einem heißen Sommertag am Abend
im Schatten von Bäumen sein. Und es können auch Menschen mit-
spielen, die sich nicht so gut bücken können. Das Aufheben der
Kugeln nach dem Werfen könnte auch jemand mitmachen, der
oder die sich besser bücken kann.
Das Werfen selbst erfordert nicht den großen körperlichen Einsatz. Es kann Wein getrunken und
Käse gegessen werden, es darf auch Wasser oder Saft sein. Aber es soll Spaß machen.

Inzwischen hat sich eine kleine Gruppe gebildet, die sich bei 
schönem Wetter dienstagabends um 18.30 Uhr in dem Park 
am alten Friedhof, zwischen Sternwartstraße und Volmerswerther 
Straße, treffen und dort gemeinsam boulen.Es werden noch Mit-
spieler und Mitspielerinnen gesucht. Kugeln sind immer vorhanden.


Und so sollte gespielt werden:

(Die Regeln gelten natürlich für Männer und Frauen.
Der Einfachheit halber sind hier nur "Spieler" genannt.)
Die Mannschaften bestehen aus:
3 Spieler gegen 3 Spieler = Jeder Spieler dieser TRIPLETTE spielt mit 2 Kugeln.
2 Spieler gegen 2 Spieler = Jeder Spieler dieser Doublette spielt mit 3 Kugeln.
1 Spieler gegen 1 Spieler = Die Spieler im TETE-A-TETE spielen mit je 3 Kugeln.
Zum besseren Verständnis des Spielablaufs und der Regeln spielt nachfolgend
die Mannschaft BLAU gegen ROT.

Ziel des Spieles: 
Die eigenen Kugeln sollen näher an der Zielkugel liegen als die Kugeln des Gegners.

Vor dem Spiel:
Vor Beginn des ersten Durchgangs wird ausgelost, welche Mannschaft das Ziel (eine
kleine Holzkugel von 25 bis 35 mm Durchmesser) zuerst werfen darf. Mannschaft BLAU
gewinnt in unserem Beispiel das Los und darf beginnen.

Spielbeginn:
Ein Spieler von BLAU zeichnet einen Kreis auf den Boden (35 bis 50 cm Durchmesser),
aus dem das Ziel auf eine Entfernung von 6 bis 10 m geworfen wird. Beim Wurf des Ziels
und beim Wurf der Kugel müssen die Füße des Spielers innerhalb des Kreises sein und
Bodenkontakt behalten, bis die gespielte Kugel den Boden berührt.

Die erste Kugel:
Mannschaft BLAU wirft nun eine erste Kugel, dem Ziel so nahe wie möglich. Dann kommt
der erste Spieler der Mannschaft ROT dran und versucht, es besser zu machen. Das kann
auf zwei Arten geschehen, entweder durch Legen - er versucht seine Kugel näher an die
Zielkugel zu legen als sein Gegner, oder durch Schießen - mit einem gezielten Wurf entfernt
er die gegnerische Kugel. Wenn es gelingt, ist wieder ein Spieler von BLAU dran. Wenn es
nicht gelingt, müssen die Spieler von ROT so lange spielen, bis sie eine Kugel besser platziert
haben oder bis sie keine Kugeln mehr haben. Wenn eine Mannschaft keine Kugeln mehr hat,
spielt die andere Mannschaft auch alle noch verbleibenden Kugeln.

Das Ende einer Aufnahme:
Eine Mannschaft erhält so viele Punkte, wie sie Kugeln hat, die näher an der Zielkugel liegen
als die beste Kugel des Gegners (min. 1 Punkt, max. 6 Punkte). Sie zeichnet wieder einen
Kreis auf den Boden und wirft die Zielkugel für die nächste Aufnahme.

Die Punkte:
Jede Kugel einer Mannschaft, die dem Ziel näher liegt als die Bestplatzierte des Gegners,
zählt einen Punkt. In einem Durchgang wird also mindestens 1 Punkt vergeben (wenn bereits
die zweitnächste Kugel die eines Gegners ist) und im Extremfall gibt es 6 Punkte, wenn eben
alle Kugeln besser platziert sind als die beste des Gegners.

Der weitere Spielverlauf:
Die Mannschaft, die den Durchgang gewonnen hat, beginnt den nächsten wie vorher beschrie-
ben wieder mit dem Zeichnen des Abwurfkreises (an der Stelle, an der das Ziel in der letzten
Aufnahme lag) und dem Werfen des Ziels.

Das Ende eines Spieles:
Die Mannschaft, die nach mehreren Aufnahmen als erste 13 Punkte erreicht, hat gewonnen.

Fazit:
Höchst simpel also, und was soll daran so faszinierend sein? Das einfache Prinzip dieses
Spiels lässt der Taktik und Phantasie den Raum, der jeden Durchgang anders aussehen
lässt. Ein taktischer Fehler ist meist gravierender als eine schlecht gespielte Kugel. Bei
jeder zu spielenden Kugel bieten sich so viele Möglichkeiten der Ausführung:

  • gegnerische Kugel wegschießen
  • den Weg zum Ziel verbauen
  • mit der Kugel Lage des Ziels verändern etc.

Spieltechnik und -taktik:
Grundsätzlich gibt es zwei Arten, die Kugel zu spielen, indem man beilegt  oder schießt.
Beim Legen und beim Schießen sollten Sie auf die richtige Handhaltung achten: Man
wirft mit der nach unten gewandten Handfläche. Dadurch bekommt die Kugel einen ge-
wissen Rückdrall. Wenn Sie den Dreh raushaben, können Sie die Kugel so manipulieren,
wie es Bodenbeschaffenheit und Spielsituation verlangen. Mindestens so wichtig wie die
Beherrschung der Technik ist die Taktik, die dem Spiel die Würze gibt. Beim Spiel mit
"alten Hasen" werden Sie schnell erfahren, warum "zugemacht werden muss", ein Schuss
zu gefährlich oder zu spät oder auch unbedingt notwendig, ein "devant de boule" die einzige
Rettung ist. Um auf den Geschmack zu kommen, spielen Sie einfach mal mit ...

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