Netzwerk Bilk

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Gruppe zur Integration von älteren Migranten 
und Migrantinnen im Netzwerk Bilk.

AnsprechpartnerInnen: 
Frau Lisa Gerchen-Kruse (Netzwerksprecherin)
Frau Helga Gombert
Frau Barbara Heckhoff
Frau Karin Kämpf (Netzwerksprecherin)
Frau Marlies Klatt
Frau Renate Wegen

Hauptamtliche Netzwerkbegleitung: Herr Georgios Pimenidis Erfahrungen aus der bereits
weitgehend institutionalisierten Netzwerkarbeit führten zu der Erkenntnis, dass die Öffnung
für Migranten/innen in Düsseldorf noch ein von Zugangsproblemen gekennzeichnetes
Arbeitsgebiet darstellt. Der Aufbau einer an den Interessen und Wünschen orientierten 
Stadtteilarbeit von und für ältere Migranten/innen sollte mit der Methode "Zukunftswerkstatt"
vorbereitet werden. Am  23.02.2002 fand die erste Zukunftswerkstatt beim ZIBB 
(Zentrum für interkulturelle Begegnung und Beratung) statt.

Diakonie in Düsseldorf ZIBB Daimlerstr. 8, 40235 Düsseldorf
Frau Weber/Frau Annoussi        Tel.: 0211 / 9233480

Am 20.07.2002 fand die zweite Zukunftswerkstatt beim Netzwerk Bilk, im Nachbarschafts-
zentrum mit Service und Wohnen im Dahlacker, der Diakonie in Düsseldorf statt.
Die Leitung und Moderation dieser Zukunftswerkstätten wurde von Herrn Andreas Baum-
gaertner aus Detmold 
supervision@andreas-baumgaertner.org übernommen.

Zukunftswerkstatt zur Integration
von älteren Migranten und
Migrantinnen in Düsseldorfer
Netzwerken am 20.07.2002 
im Nachbarschaftszentrum mit 
Service und Nachbarschaft Im
Dahlacker der Diakonie in
Düsseldorf
Das bestehende Angebot der stadtteilbezogenen sozialen Netzwerkarbeit stellte offensichtlich
bislang keine Aktivitätsperspektive für Menschen ausländischer Herkunft dar. Das aus der
Kooperation zwischen dem ZIBB und den Netzwerken Bilk und Benrath entstandene Projekt
setzte an diesem Punkt an und sollte dem Aufbau von neuen Netzwerken dienen, deren Ziel 
ein Aufeinanderzugehen von Einheimischen und Migranten / Innen sein kann. Des weiteren
stehen für die Zukunft vielfältige Aufgaben an. Es sollen weitere Kontakte zu den jeweiligen
Gruppen im Stadtteil aufgebaut werden. Ebenso ist es notwendig, dass die Philosophie der 
Netzwerkarbeit in diesen Gruppen bekannt gemacht wird. Das Ergebnis der Zukunftswerkstatt,
dass Migranten und Migrantinnen im Netzwerk herzlich willkommen sind, soll an den ent-
sprechenden Stellen bekannt gemacht werden. Letztendlich geht es um die Vernetzung der
Menschen im Stadtteil. Am 21.11.2002 wurde das Netzwerk Bilk von einer Gruppe von
Migranten und Migrantinnen im ZIBB eingeladen. Bei mediterranen Köstlichkeiten tauschten
sich Migranten, Migrantinnen und Netzwerker/Innen aus. Es wurde die Arbeit des ZIBB und
des Netzwerks Bilk vorgestellt. Für die Zukunft wurden weitere gegenseitige Besuche und
ein regelmäßiger Informationsaustausch vereinbart.
Begleitet wurde dieses Treffen von Frau Antonia Annoussi und Herrn Georgios Pimenidis.

    

21. November 2002.  Das Netzwerk Bilk besucht das Z.I.B.B.
Zentrum für Interkulturelle Begegnung und Beratung der Diakonie in Düsseldorf

Informationen unter: http://www.migranten-initiativen.org
danach innovative projekte anklicken, danach deutsche Fassung anklicken, danach
"Sehnsucht nach..." anklicken

weitere Informationen unter:  http://www.isab-institut.de
und Projekte Modellprogramme anklicken.

Integration von Migrantinnen und Migranten
Das Netzwerk Bilk besucht den "Rheinturm in Düsseldorf – Hassels"
Um keine Verwirrungen aufkommen zu lassen – natürlich steht der Rheinturm immer noch
beim Vater Rhein, aber die Aufklärung kommt später.
Es ist Freitag, der 04. Juli 2003, 16.15 Uhr. 
Das Netzwerk Bilk hat im Rahmen der Integration von älteren Migrantinnen und Migranten
zu einem gemeinsamen Besuch der griechisch-orthodoxen Kirche, Heiliger Apostel Andreas,
in Düsseldorf – Hassels, eingeladen. Dieser Einladung sind ca. 50 Personen gefolgt. 
Diese beachtliche Gruppe wartete nun vor der Kirche ungeduldig darauf, dass der griechisch-
orthodoxe Erzpriester, Ioannis Psarakis, die Pforten der kreuzförmigen Kuppel-Kirche öffnete.

Nachdem sich die Besucher innerhalb der Kirche versammelt hatten, wurden sie von
Erzpriester Psarakis, Herrn Pimenidis, einer der drei hauptamtlichen Netzwerkbegleiter
aus Bilk und Frau Antonia Annoussi, die hauptamtlich für die Diakonie in Düsseldorf
beim Z.I.B.B. (Zentrum für interkulturelle Begegnung und Beratung) arbeitet, begrüßt. 
Frau Annoussi bedauerte es, dass nur fünf Migrantinnen und Migranten aus der
griechischen Gruppe vom Z.I.B.B. mitkommen konnten. Sie erklärte aber, dass es
nicht am Desinteresse läge sondern, dass gerade jetzt, in den Sommermonaten, die
meisten älteren Griechen aus dieser Gruppe nach Griechenland führen und erst gegen
Ende September wieder in Deutschland seien. Immerhin, fünf sind fünf, nicht mehr aber
auch nicht weniger. Nach der Begrüßung hatten die Besucher nun Gelegenheit, einen
kurzen Rundgang durch die Kirche zu machen, um sich so einen ersten Überblick aus
dem Meer der Malereien zu verschaffen. Wohin man nur schaute, Wände, Säulen und
Decken, alles war bemalt mit Ikonen von Heiligen, Erzengeln, Maria, Jesus Christus 
und Themen aus dem alten und neuen Testament. Erzpriester Psarakis bat darum, nun
Platz zu nehmen und begann mit seinen lebhaften Ausführungen über den griechisch-
orthodoxen Glauben, der Kirche im allgemeinen und insbesondere von der Grundstein-
legung bis hin zur Fertigstellung der Malerarbeiten in der Kirche des Heiligen Apostels 
Andreas. Es würde an dieser Stelle zu weit führen,
die Einzelheiten hier wiederzugeben –
schade wenn Sie nicht dabei waren. Einige Punkte 
des sehr interessanten Vortrags
sollen jedoch hier nicht fehlen.

Die 7 Sakramente sind, wie auch im katholischen Glauben, zentraler Bestandteil des
griechisch-orthodoxen Glaubens. Die Taufe wird meistens im ersten Lebensjahr voll-
zogen – aber richtig. Die Kinder werden in ein mit Wasser gefülltes Taufbecken aus
Metall gelegt, so dass der ganze Körper richtig im Wasser liegt. Die Taufe gilt gleich-
zeitig als Firmung. Man ist jetzt volles Mitglied der Kirche. Einen Beichtstuhl gibt es
nicht. Will man zur Beichte, so verabredet man sich mit dem Priester zu einem vertrau-
lichen und freundlichen Gespräch. Ebenso gibt es keine Hostien, sondern einen mit
Wein und Brotstückchen gefüllten Kelch. Aus diesem verteilt der Priester mit einem
kleinen Löffel den Wein und die Brotstückchen an die Gläubigen. Die griechisch-
orthodoxen Priester dürfen vor der Priesterweihe wählen, ob sie eine Familie gründen
wollen oder nicht. Sie können also vorher durchaus heiraten. Das größte Fest ist Ostern
und findet seinen Höhepunkt mit der Feier zur Auferstehung Jesu Christi. Daher werden
die Namenstage der Heiligen auch nicht an deren Geburtstag, sondern an deren Todestag 
gefeiert. Das ist der Tag der Auferstehung.
Der Grundstein der Kirche des Heiligen Apostels Andreas wurde am 17. Juni 1984 gelegt.
Die Kirche wurde erst im Jahre 1997 fertig gestellt. Es ging immer stückchenweise vorwärts,
da die Finanzierung des Baus der Kirche sehr problematisch war. Viele haben bei dieser
Finanzierung mitgeholfen, die evangelische und katholische Kirche, die Stadt Düsseldorf 
und sogar der damalige Ministerpräsident Johannes Rau, der privat 10.000 DM gespendet
hat. Im Jahre 1997 haben vier Nonnen aus Kreta mit den Malerarbeiten innerhalb der Kirche
begonnen. Die zahlreichen Ikonen, Wand- und Deckenmalereien wurden im Jahre 2002 
beendet. In fast jedem der gemalten Bilder gibt es viele interessante Details zu entdecken.
An dieser Stelle kann die zu Anfang erwähnte Verwirrung mit dem Rheinturm in Hassels
aufgeklärt werden. Tatsächlich befindet sich auf dem Bild oberhalb des Altars der Rheinturm
von Düsseldorf. 
Ebenso findet man dort das Schloss Benrath, eine evangelische und katholische Kirche und
viele andere bedeutende Gebäude aus Düsseldorf. Dieses soll als Danksagung für die
Unterstützung der Stadt Düsseldorf gelten.Nachdem Erzpriester Psarakis seine Ausführungen
beendet hatte, gab es ausreichend Gelegenheit auf noch offen gebliebene Fragen eine 
Antwort zu erhalten. Danach gab es noch gute Gespräche in kleineren Gruppen. Alle waren
mehr als zufrieden und beurteilten den Besuch der Kirche in jeglicher Hinsicht als lohnenswert.
Beim Verlassen der Kirche zündeten die Besucher noch eine Kerze an und spendeten dafür
einige Euros. Das ist nämlich die einzige Einnahmequelle, die die Kirche hat. 
Eine Kirchensteuer, wie man sie sonst kennt, gibt es hier nicht. Das Netzwerk Bilk bedankt
sich ganz herzlich bei Erzpriester Psarakis für den gelungenen Nachmittag. Im Rahmen der
Begegnung von Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen, war es ein 
Schritt in die richtige Richtung. Ältere Migrantinnen und Migranten sind beim Netzwerk Bilk
willkommen.

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